Konsumformen von 1BP-LSD: Wie wird die Substanz von Forschenden verwendet? - MODERNmind | Psychedelics & Retreats für dein Wohlbefinden

Konsumformen von 1BP-LSD: Wie wird die Substanz von Forschenden verwendet?

Written by: Prof. Feelgood

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Das von Albert Hofmann entwickelte LSD-25 wurde von Hippies, Künstlern und Denkern genutzt, um Veränderungen im Bewusstsein zu erreichen und Kreativität zu fördern. Ikonisch sind dabei die Darstellungen bunter Papierstücke auf der Zunge, die zum Symbol für den LSD-Konsum geworden sind.


Ob Löschpapier, Tropfen oder Tabletten – die Art der Einnahme spielt auch bei hochpotenten Psychedelika wie 1BP-LSD eine besondere Rolle.

Obwohl sich die chemische Wirkung im Körper ähnelt, unterscheiden sich die Konsumformen deutlich in Handhabung, Dosierbarkeit und potenziellen Risiken.


Gerade im Kontext von Research Chemicals, die außerhalb regulierter Märkte als Nachfolger verbotener Drogen zirkulieren und nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, erweist sich ein genauer Blick auf die gängigen Konsumarten als interessant.


Dieser Artikel gibt einen systematischen Überblick über die verbreitetsten Konsumarten von LSD-Produkten wie 1BP-LSD, erläutert ihre Besonderheiten und ordnet sie sachlich ein. Dabei wird deutlich, warum nicht jede Konsumform bei LSD-Derivaten gleichermaßen praktikabel oder sicher ist. 

Viel Spaß beim Lesen!


Hinweis: 1BP-LSD ist nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Alle beschriebenen Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Quellen oder subjektiven Erfahrungsberichten und sind nicht als Anleitung oder Empfehlung zu verstehen.

Die gängigsten Konsumformen im Überblick

Der Klassiker: Löschpapier (Blotter)

Die mit Abstand häufigste und ikonischste Konsumform für Lysergsäurediethylamid und bisher jedes LSD-Analogon ist das sogenannte Löschpapier, im Englischen als „Blotterpaper“ oder einfach “Blotter“ bezeichnet. Diese Darreichungsform ist eine direkte und geniale Antwort auf die extreme Potenz der Substanz. Da eine wirksame Dosis im Mikrogramm-Bereich liegt, wäre der Umgang mit der reinen kristallinen Substanz für den Endverbraucher unmöglich und extrem gefährlich.


Blotter sind Blätter aus saugfähigem Papier, die oft mit bunten, psychedelischen oder popkulturellen Motiven bedruckt sind. Diese Blätter werden in eine Lösung getaucht, die den Wirkstoff enthält, und anschließend getrocknet. Durch eine Perforation werden sie in kleine Quadrate, sogenannte “Tabs“ oder “Pappen“, unterteilt, von denen jedes eine einzelne Dosis enthalten soll.


Die Einnahme erfolgt in der Regel oral, wobei die Pappe meist für einige Zeit auf oder unter der Zunge gehalten wird (sublinguale Aufnahme). Dies ermöglicht eine schnelle Aufnahme des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut direkt in den Blutkreislauf, was den sogenannten First-Pass-Metabolismus in der Leber teilweise umgeht und zu einem potenziell schnelleren Wirkungseintritt führen kann. Alternativ kann das Papierstück auch einfach geschluckt werden.


Die Popularität des Blotters als Medium hat mehrere Gründe:


  • Dosierbarkeit: Er ermöglicht die Portionierung der winzigen Wirkstoffmengen in handhabbare Einheiten.

  • Stabilität: Die Substanz ist auf dem trockenen Papier relativ gut vor Licht- und Lufteinfluss geschützt.

  • Diskretion: Ein kleiner Papierschnipsel ist unauffällig und leicht zu transportieren und zu verstecken.


Die scheinbar standardisierte Form der Blotterbögen ist jedoch trügerisch, insbesondere im unregulierten Markt der Forschungschemikalien. Die tatsächliche Wirkstoffmenge pro Tab kann stark schwanken, und die Verteilung auf dem Papier kann ungleichmäßig sein, was die genaue Dosierung zu einem Glücksspiel macht.

Konsumformen von 1BP-LSD

Tropfen

Die Substanz kann in einer Flüssigkeit, meist Alkohol oder destilliertem Wasser, gelöst und in kleinen Fläschchen mit Tropfvorrichtung verkauft werden. Die Dosierung erfolgt durch das Auftropfen der Flüssigkeit auf einen Träger, wie zum Beispiel einen Zuckerwürfel, oder direkt auf die Zunge. Diese Form birgt ein hohes Risiko der Überdosierung, da die Konzentration der Lösung oft unbekannt ist und ein versehentlicher zusätzlicher Tropfen die Dosis bereits verdoppeln kann. Andererseits ist eine bekannte Lösung die Grundlage für die präzise volumetrische Dosierung.

Konsumformen von 1BP-LSD

Tabletten, Pillen und Pellets

Bei Tabletten bzw. Microdots handelt es sich um sehr kleine, oft bunte Pillen oder Pellets, in die der Wirkstoff eingepresst ist. Mit ihnen ist eine präzise Dosierung möglich, vorausgesetzt, der angegebene Wirkstoffgehalt pro Einheit ist korrekt. 

Oft werden Tabletten in unterschiedlichen Dosierungen für Highdosing und Microdosing angeboten. 

Konsumformen von 1BP-LSD

Alternative Darreichungsformen

Obwohl Blotter, Tropfen oder Pillen die dominierende Form bei Forschungschemikalien wie 1BP-LSD sind, sind bei LSD-25 auch andere Konsumformen bekannt, die theoretisch für alle anderen LSD-Derivate denkbar und anwendbar wären:


  • Gelatineplättchen (“Window Panes“): Eine weitere, eher seltene Form sind dünne, durchsichtige Plättchen aus Gelatine, die den Wirkstoff enthalten.


  • Pulver/Kristall: Im Kontext von „Research Chemicals“ wird die Reinsubstanz oft als kristallines Pulver verkauft, typischerweise in Milligramm-Mengen. Diese Form ist explizit für die Laborverwendung gedacht und für den direkten Konsum extrem gefährlich, da eine genaue Dosierung ohne eine mikrogrammgenaue Analysenwaage und entsprechende Fachkenntnisse unmöglich ist. Sie dient jedoch als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Lösungen für Blotterbögen oder volumetrische Dosierung.


Andere Konsumformen, wie die rektale Applikation von LSD (“Plugging“), werden seltener beschrieben. Die Aufnahme über die Darmschleimhaut ermöglicht eine schnelle Resorption und kann zu gleichmäßigeren Plasmaspiegeln führen. Ein Vorteil ist die geringere gastrointestinale Belastung, da der Magen umgangen wird. Nachteile umfassen eine erschwerte Dosisstandardisierung, potenzielle lokale Reizungen und das Fehlen verlässlicher klinischer Daten zu Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik im Vergleich zur oralen Einnahme. Daher ist diese Applikationsform in der wissenschaftlichen Literatur kaum dokumentiert und wird nicht als etablierte Methode angesehen.

 Die orale bzw. sublinguale Aufnahme ist die bei weitem gängigste und am besten untersuchte Methode.

Konsumformen von 1BP-LSD

Die Bedeutung von Set, Setting & Integration

Bei der Einnahme von 1BP-LSD ist, wie zuvor schon bei jedem LSD-Derivat, etwa bei 1D-LSD, 1S-LSD, 1V-LSD oder 1CP-LSD, vor allem das Set (innere Einstellung, psychische Verfassung, seelische Lage) und das Setting (Umfeld, Atmosphäre, soziale Begleitung) entscheidend für den Verlauf und die Wirkung der Erfahrung bzw. des Trips.


Wichtig ist auch die nachträgliche Integration der Erlebnisse, um gewonnene Erkenntnisse nachhaltig in den Alltag zu übertragen.

Die Reflexion sollte genutzt werden, um Verhaltensmuster zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und diese bewusst in zukünftige Handlungen einfließen zu lassen. Dies maximiert positive Auswirkungen und fördert die langfristige persönliche Entwicklung.


Diese Faktoren bestimmen maßgeblich, ob die Erfahrung konstruktiv oder belastend ("Horrortrip") wirkt.

Demgegenüber hat die konkrete Art der Einnahme – ob als Pille, Tropfen oder Pappe – kaum Einfluss auf die psychedelischen Effekte, solange die Dosierung klar ist.

Somit sind psychische Vorbereitung, Umgebung und Nachbereitung die Schlüsselfaktoren, während die Applikationsform nur sekundär von Bedeutung ist.

Konsumformen von 1BP-LSD

Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 1BP-LSD hauptsächlich über Löschpapier konsumiert wird, was eine präzise Dosierung der mikroskopisch kleinen Wirkstoffmengen ermöglicht und Diskretion bietet. Daneben existieren flüssige Formen und Tabletten, wobei jede Form ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Dosierbarkeit und Handhabung birgt.


Andere Applikationsformen, die man von anderen Drogen kennt, sind bei Konsumenten legaler LSD-Alternativen eher wenig verbreitet.

Unabhängig von der Gebrauchsart sind die psychische Vorbereitung (Set), das Umfeld (Setting) und die Integration der Erlebnisse entscheidend für eine sichere und positive Erfahrung. Die Darreichungsform ist zweitrangig, solange die Dosierung bekannt und kontrollierbar ist.


Wichtig zu bedenken ist immer auch der rechtliche Aspekt: das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) umfasst das legale LSD-Derivat 1BP-LSD nach aktuellem Stand (01/2026) nicht, dennoch ist das Produkt nicht als Lebensmittel oder als Medikament zugelassen. Interessierte sollten das Gesetz im Auge behalten, denn der Gesetzgeber könnte auch 1BP-LSD jederzeit einem Verbot unterstellen. Dann würden Vertrieb und Herstellung von 1BP-LSD illegal werden. 

Konsumformen von 1BP-LSD

Quellen

  • Brandt, S. D., Kavanagh, P. V., Westphal, F., Stratford, A., Elliott, S. P., Dowling, G. & Halberstadt, A. L. (2016). Return of the lysergamides. Part I: Analytical and behavioural characterization of 1-propionyl-d-lysergic acid diethylamide (1P-LSD). Drug Testing and Analysis, 8(9), 891–902. https://doi.org/10.1002/dta.1884





  • National Institute on Drug Abuse. (2019). Hallucinogens DrugFacts.


Prof. Feelgood

ist ein emeritierter Universitätsprofessor. Nach einer internationalen Karriere in Forschung, Lehre und akademischer Leitung widmet er sich heute der Aufklärung über Psychedelika – mit besonderem Fokus auf ihre chemischen Grundlagen, kulturellen Hintergründe sowie auf einen verantwortungsvollen Umgang. Dabei verbindet er "Harm Reduction" mit dem Prinzip persönlicher Verantwortung, um Risiken zu minimieren und die Potenziale dieser Substanzen sicher nutzbar zu machen.