1BP-LSD Erfahrungsbericht: Leon nutzte LSD-Analoga, um sein Bewusstsein zu erforschen & bewusster zu leben - MODERNmind | Psychedelics & Retreats für dein Wohlbefinden

1BP-LSD Erfahrungsbericht: Leon nutzte LSD-Analoga, um sein Bewusstsein zu erforschen & bewusster zu leben

Autor: Natascha

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Lesezeit 7 min

Aus unserer Community erreichte uns dieser Nutzerbericht von Leon, der von seiner Erfahrung mit dem aktuellen LSD-Derivat 1BP-LSD berichten möchte. 


Leon hatte zuvor noch keine psychedelischen Erfahrungen gemacht, war aber neugierig, wie sich die bewusstseinserweiternden Effekte auf ihn und sein Alltagsleben auswirken würden.


Im nachfolgenden Blogbeitrag nimmt er uns mit auf seine Reise und erzählt, wie er seinen Trip vorbereitet, durchlebt und integriert hat und welchen Einfluss diese Erfahrung auf sein persönliches Erleben hatte.

Viel Spaß beim Lesen!


Hinweis: 1BP-LSD und 1Fe-LSD sind nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Alle beschriebenen Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Quellen oder subjektiven Erfahrungsberichten und sind nicht als Anleitung oder Empfehlung zu verstehen.

Wichtige Fakten rund um das LSD-Derivat 1BP-LSD

Überblick zur Rechtslage

Die rechtliche Einordnung neu entwickelter LSD-Derivate ist für viele Psychonauten von zentralem Interesse. Entsprechend lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuelle Situation in Deutschland, denn die Rechtslage ähnelt einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen Verboten seitens der Gesetzgebung und von Experten neuentwickelten Forschungschemikalien.


Zahlreiche von Chemikern ausgetüpftelte LSD-Molekülvarianten (wie in der Vergangenheit etwa 1V-LSD, 1S-LSD, 1P-LSD oder 1cP-LSD) gelangen mit immer neuen chemischen Struktur-Modifikationen auf den Markt und werden gezielt als sogenannte LSD-Prodrugs konzipiert.


Ihr vor der Herstellung genau durchdachtes Design zielt darauf ab, weder unter das Betäubungsmittelgesetz noch unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz zu fallen, obwohl sie durch Stoffwechselprozesse im Körper zu Lysergsäurediethylamid ("Acid") umgewandelt werden. Infolgedessen gelten sie – zumindest bis zu einer möglichen Anpassung des NpSG – derzeit als legal und dürfen von Online-Anbietern ohne strafrechtliche Konsequenzen vertrieben werden. Auch der Besitz ist unter diesen Umständen legal.


Dabei ist jedoch zu beachten, dass kein als Research Chemicals angebotenes LSD-Produkt über eine Zulassung als Arznei- oder Lebensmittel verfügt. Diese Substanzen sind ausdrücklich nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen.

Die Substanz mit der Abkürzung 1BP-LSD wird aktuell (Stand 02/2026) weder vom NpSG, noch vom Arzneimittelgesetz oder dem BtMG erfasst und ist somit in Deutschland legal erhältlich [1, 2]. Ähnlich verhält es sich mit dem etwa zeitgleich auf den Markt gebrachten 1Fe-LSD.

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Die richtige Dosierung finden

Nun folgt ein ganz knapper Ausflug in die Chemie, denn dieses Hintergrundwissen ist wichtig, um die Dosierung von 1BP-LSD zu verstehen: 


1BP-LSD ist wegen seiner Seitengruppe mit dem borhaltigen Heterozyklus wesentlich schwerer (molare Masse: 609,6 g/mol) als das “normale” LSD-25-Molekül (molare Masse: 323,4 g/mol). 


Das bedeutet: Um die Wirkung einer 100 µg-Dosis LSD-25 zu erzielen, müssten ungefähr 188 µg 1BP-LSD genutzt werden. Für Forschende heißt das, dass die Dosis von 1BP-LSD um das ca. 1,9-fache erhöht werden muss, um eine mit LSD-25 vergleichbare Wirkung zu erzielen.

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Leon stellt sich vor

Leon: “Ich heiße Leon, bin 33 und arbeite als Sachbearbeiter. Während der letzten Jahre habe ich mich als Ausgleich zum recht monotonen Bürojob immer stärker mit persönlicher Entwicklung, Kreativitätsförderung und spiritueller Praxis beschäftigt. Dabei bin ich irgendwann auf das Thema Bewusstseinserweiterung gestoßen und bemerkte, wie viele kreative Köpfe LSD als Hilfsmittel nutzten. 


Das weckte auch mein Interesse.

Meine Neugier auf psychoaktive Substanzen war dabei aber nie von der Suche nach einem „Rausch“ oder "Trip" im Party-Sin­ne geprägt, sondern eher von meinem Wunsch, zu verstehen, wie Wahrnehmung, Denken und Selbstbild zusammenhängen. 

Es war in Wirklichkeit mein Interesse, andere Bewusstseinszustände kennenzulernen und zu sehen, was es außer Alltagstrott und Verpflichtungen in meinem Bewusstsein noch gibt, wer ich außerhalb meiner Aufgaben und Rollen bin. 


Bei meiner Recherche im Internet stieß ich auf die Bezeichnung 1BP-LSD. Das sollte, laut den Ausführungen auf einem Blog, ein Derivat des klassischen LSDs sein, das in der psychonautischen Szene genutzt wird, weil es dem LSD-Erlebnis ähnlich sein soll, rechtlich aber unbedenklich ist, weil es nicht verboten ist. 

Das weckte definitiv mein Interesse, denn ich wäre definitiv nicht der Typ, der sich für seine Neugierde an irgendeinen zwielichtigen Typen am Bahnhof wenden würde. Eine sichere Dosierung einer abschätzbaren Substanz und eine Erfahrung, ohne dabei Gesetze zu brechen, das hörte sich nach einem guten Weg für mich an.


Ich stellte mir die Frage, ob ich das wagen wollen würde und beantwortete mir diese selbst mit "Ja". Daraufhin bestellte ich mir 1BP-LSD. Ich war aufgeregt, empfand Vorfreude, hatte aber auch extremen Respekt vor meinem eigenen Plan.”

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Die Vorbereitung

Leon: “Für meine Erfahrung plante ich eine bewusste Auszeit von Alltagsstress. 

Ich nahm mir ein paar Tage frei und bereitete alles vor: die Einkäufe waren erledigt, die Wohnung sauber und alle wichtigen Aufgaben abgehakt, anders hätte ich den Kopf auch nicht freibekommen. 


Meine Wohnung ist ein ruhiger Raum für mich, mein Safe Space auch für diese Erfahrung. Hier war das Risiko eines negativen Settings extrem gering.

Da ich bisher noch keinerlei Erfahrungen mit Psychedelika gesammelt hatte, hatte ich mir für diesen Tag einen Kumpel eingeladen, der bereits mit anderen LSD-Derivaten geforscht hatte. Die Idee war, dass er einfach da sein sollte, falls ich mich irgendwie unwohl fühlen sollte. Seine geplante Anwesenheit gab mir Sicherheit.


Am Vorabend legte ich mir ein Notizbuch und Stifte bereit und beschloss, vergleichsweise früh ins Bett zu gehen, um über meine Intentionen für die Erfahrung nachzudenken und ausreichend Schlaf zu bekommen.”

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Der Tag der Erfahrung

Leon: “Der Tag begann mit Ausschlafen und einem leichten Frühstück. 

Dann begann ich meine Reise mit einem 175 µg Blotter, den ich unter meine Zunge legte und nach einigen Minuten schluckte. 


Der Einstieg war sanft, mir wurde kurz leicht flau im Magen. Nach etwa 2 Stunden wurden die Effekte immer stärker: optisch, aber auch innerlich. Es war eher so, als würde sich der Vorhang des Gewohnten ein kleines Stück heben, und ich nahm feine Nuancen meiner Wahrnehmung klarer wahr als sonst: Farben, Klänge, innere Bilder und Gedanken bekamen eine andere Tiefe, ohne dass etwas abrupt wurde. Die Grenzen zwischen Innen und Außen fühlten sich offener und zugleich sanfter an.

In ruhigeren Momenten wurde ich mir mehr bewusst darüber, wie stark Gewohnheiten und unbewusste Muster mein Denken, mein Handeln und meine Reaktionen prägen. Dinge, die im Alltag leicht übersehen werden, rückten in den Fokus: die Empfindung des Atems, flüchtige Erinnerungen, Emotionen, die ich lange ignoriert hatte. 


Im Laufe der Zeit dieser inneren Phase spürte ich, wie sich Gedanken nicht erzwungen ordneten, sondern vielmehr frei flossen. Es war, als würden mir Facetten meiner selbst zugänglich, die sonst im Schatten stehen. Das war spannend und ich schaffte es über mehrere Stunden, mich einfach diesen Eindrücken hinzugeben.


Etwa 6 Stunden später ließ die Wirkung langsam nach. Ich beschloss, noch einen kurzen Spaziergang durch die kühle Winterlandschaft zu machen und verbrachte den Rest des Abends damit, mir Notizen zu meiner psychedelischen Reise zu machen.”

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Nachklang und Reflexion

Leon: “Im Nachhinein war meine psychedelische Reise weniger ein „großes Erlebnis“, das mich aus der Welt katapultierte, sondern eher eine sanfte Erweiterung meines Blicks auf mich selbst und meine inneren Prozesse. Die Erfahrung stellte keine alles erleuchtenden Fragen, sie gab keine einfachen Antworten. Aber sie öffnete Räume der Aufmerksamkeit, die ich im Alltag oft nicht wahrnehme, weil Vieles einfach untergeht. Sie zeigte mir die Schönheit von Dingen und Formen, die man sonst einfach übersieht.


Die Erfahrung hat mich daran erinnert, wer ich, abgesehen von meinen täglichen Aufgaben, wirklich bin, wie faszinierend unser menschlicher Geist ist, wie schön die Natur ist. Sie hat mich erinnert, dass wir uns Zeit nehmen sollten, bewusst zu leben, statt uns nur vom Alltag treiben und von Termin zu Termin hetzen zu lassen. Sie hat mir gezeigt, wie leicht man aus dem Fokus gerät. Ich will in Zukunft versuchen, insgesamt bewusster zu leben.”

1BP-LSD Erfahrungsbericht

Fazit

Trotz immer neuen Verboten durch den Gesetzgeber ermöglichen immer neue LSD-Varianten die Erforschung veränderter Bewusstseinszustände oder Experimente mit Microdosing. Verantwortungsbewusste Forschung mit Substanzen wie 1BP-LSD kann laut Erfahrungsberichten dabei helfen, neue Perspektiven zu eröffnen und festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen.


Vielversprechende wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Halluzinogene bei der Therapie schwerwiegender psychischer Erkrankungen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung, Angststörungen und Depressionen oder auch bei Suchterkrankungen hilfreich sein könnten [3, 4, 5, 6].

Leon hat ein LSD-Derivat genutzt, um Zugang zu seinen inneren Welten zu finden, sein Unterbewusstsein zu erforschen und um mehr über den Menschen zu erfahren, der er losgelöst von allen Verpflichtungen und Aufgaben ist.


Immer mehr Menschen nutzen, wie Leon, Psychedelika, um ihre Persönlichkeit zu entwickeln und sich selbst besser kennenzulernen. 

Durch die gezielte Nutzung rechtlicher Grauzonen sind diese psychonautisch Interessierten nicht zum Konsum illegaler Drogen gezwungen, deren Nachweis zu rechtlichen Problemen führen kann. 

Quellen



  • [3] Schipper S., Nigam K., Schmid Y., Piechotta V., Ljuslin M., Beaussant Y., Schwarzer G., Boehlke C. (2024). Psychedelic-assisted therapy for treating anxiety, depression, and existential distress in people with life-threatening diseases. Cochrane Database Syst Rev. 2024 Sep 12;9(9):CD015383. doi: 10.1002/14651858.CD015383.

  • [4] Aicher H. D., Müller, F., Gasser, P. (2025). Further education in psychedelic-assisted therapy - experiences from Switzerland. BMC Med Educ. 2025 Mar 5;25(1):341. doi: 10.1186/s12909-025-06871-y.

  • [5] Ko K., Kopra E.I., Cleare A.J., Rucker J.J. (2022). Psychedelic therapy for depressive symptoms: A systematic review and meta-analysis. J Affect Disord. 2023 Feb 1;322:194-204. doi: 10.1016/j.jad.2022.09.168. Epub 2022 Oct 7. Erratum in: J Affect Disord. 2024 Mar 1;348:409. doi: 10.1016/j.jad.2023.10.159.

  • [6] Mohamed A., Touheed S., Ahmed M., Hor M., Fatima S. (2022). The Efficacy of Psychedelic-Assisted Therapy in Managing Post-traumatic Stress Disorder (PTSD): A New Frontier? Cureus. 2022 Oct 31;14(10):e30919. doi: 10.7759/cureus.30919.

Natascha

ist Philologin und Archäologin und fasziniert davon, wie psychedelische Substanzen seit Jahrhunderten die menschliche Kulturgeschichte beeinflussen. Später führte sie ihr Weg ins Psychologiestudium, wo ihre Neugier auf die therapeutischen Möglichkeiten von Psychedelika noch stärker wurde. Heute begeistert sie vor allem die Frage, welches Potenzial diese besonderen Moleküle für Therapien, Wachstum, Selbstentfaltung und die Entwicklung unserer Persönlichkeit bereithalten.