Kratomblätter von Mitragyna speciosa

Kratom: Pflanze, Inhaltsstoffe und Rechtslage

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Kratom ist der Handelsname für die getrockneten Blätter des Kratombaums, botanisch Mitragyna speciosa. Die Pflanze stammt aus Südostasien und wird dort seit Generationen genutzt. Hierzulande kennen viele Kratom nur dem Namen nach, dabei sind Botanik und Chemie des Blattes inzwischen gründlich untersucht.


In diesem Beitrag geht es um die Pflanze selbst: woher sie kommt, welche Alkaloide im Blatt stecken und was hinter den Farbbezeichnungen White, Green und Red steht. Außerdem erfährst du, wie das Blatt geerntet und zu Pulver oder Pellets verarbeitet wird und wie Kratom in Deutschland rechtlich eingeordnet ist.

Viel Spaß beim Lesen!

Kratom: Pflanze, Herkunft und Inhaltsstoffe

Kratom bezeichnet die Blätter des Kratombaums Mitragyna speciosa aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Der Kratombaum ist immergrün und kann in feuchtwarmem Klima bis zu 30 Meter hoch werden. Seine Heimat reicht von Thailand und Malaysia über Indonesien, Myanmar und die Philippinen bis nach Papua-Neuguinea. Im Blatt stecken zahlreiche Indol- und Oxindolalkaloide. Das bekannteste davon ist Mitragynin, ein weiteres viel untersuchtes Alkaloid ist 7-Hydroxymitragynin. Das getrocknete Blattmaterial gibt es bei MODERNmind als Pellets und Pulver in drei Linien, gesammelt unter Kratom kaufen.

Strukturformel von Mitragynin

Alkaloidprofil und Analytik

Wie viel Mitragynin ein Blatt enthält, ist keine feste Größe. In einer Studie der University of Florida wurden Kratompflanzen unter drei Lichtbedingungen kultiviert und neun Alkaloide per Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie bestimmt. Im schattierten Gewächshaus bildeten die Pflanzen größere Blätter, und der Mitragyningehalt bezogen auf die Blatttrockenmasse lag rund 40 Prozent höher als bei Pflanzen in voller Sonne. 7-Hydroxymitragynin lag in allen Proben unter der Bestimmungsgrenze.

Neben dem Licht spielen auch Region und Jahreszeit eine Rolle. Forschende setzen deshalb validierte Verfahren wie die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) ein, mit denen sich einzelne Alkaloide getrennt erfassen und Proben sauber vergleichen lassen.

Kratombaum (Mitragyna speciosa) mit Blättern
Das Bild "Kratom tree" von ThorPorre ist lizenziert unter CC BY 3.0

Sorten und Blattaderfarben: White, Green, Red

Im Handel tragen Kratomsorten meist eine Farbe im Namen. White, Green und Red beziehen sich auf die Färbung der Blattadern und sind handelsübliche Bezeichnungen, keine standardisierte Spezifikation. Eine Untersuchung von 745 Blattproben aus Thailand fand zwischen rot- und grünadrigen Blättern keine signifikanten Unterschiede im Alkaloidgehalt. Stärker ins Gewicht fielen Jahreszeit und Region. Im Spätsommer lag der Mitragyningehalt am höchsten, und Bäume an der Ostküste Südthailands lieferten mehr als Standorte im Norden.

Damit du die Linien bei uns sofort auseinanderhältst, tragen sie eigene Namen: Opaline White, Viridian Green und Rubedo Red. Alle drei gibt es als Pellets und als Pulver.

Tradition, Ernte und Verarbeitung

In Südostasien hat das Kratomblatt eine lange Geschichte. Eine Feldstudie aus Nordmalaysia beschreibt Dörfer, in denen viele Familien eigene Kratombäume im Hof stehen haben und das Blatt ganz selbstverständlich zum Alltag gehört, auch in der Küche. Die Befragten sehen diese Tradition als Teil ihrer Kultur, die sie bewahren möchten.

Geerntet werden reife Blätter, die nach örtlicher Erfahrung etwa vier Wochen alt sind. Für Pulver trocknet man sie traditionell einige Tage in der Sonne, entfernt die Blattadern und vermahlt das Blatt fein.

Kratomblätter und fein gemahlenes Blattpulver

Pulver und Pellets bei MODERNmind

Bei uns gibt es das getrocknete Blattmaterial in zwei Formaten. Das Kratom Pulver ist fein vermahlen, die Kratom Pellets sind aus demselben Blattmaterial gepresst und kommen zu 30 Stück in einer runden Schatulle. Wer alle drei Linien nebeneinander haben möchte, greift zur Kratom-Pellets Dreierkombo. Wer in Köln wohnt, kann seine Bestellung nach kurzer Absprache noch am selben Tag mitnehmen. Wie das läuft, steht im Beitrag Kratom in Köln kaufen.

Fein gemahlenes Kratompulver

Kratom in Deutschland: rechtliche Einordnung

Kratom und sein Hauptalkaloid Mitragynin sind in Deutschland weder im Betäubungsmittelgesetz noch im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz aufgeführt. Verkauf und Privatbesitz sind damit nicht strafbar. Wie ein einzelnes Produkt darüber hinaus eingeordnet wird, richtet sich nach Verwendung und Produktform.

Fazit: Eine Pflanze mit langer Tradition und vielseitiger Chemie

Hinter dem Namen Kratom steht ein immergrüner Baum aus Südostasien, dessen Blätter in ihrer Heimat seit Generationen zur Alltagskultur gehören. Die Forschung hat das Alkaloidprofil inzwischen detailliert beschrieben und zeigt, wie stark Standort, Licht und Jahreszeit die Zusammensetzung prägen.

Opaline, Viridian und Rubedo findest du bei uns als Pulver und als Pellets, jeweils mit eigener Farbmarkierung.

Kratom stammt vom immergrünen Kratombaum Mitragyna speciosa aus Südostasien

White, Green und Red sind Handelsbezeichnungen nach der Farbe der Blattadern

Kratom ist aktuell in Deutschland weder als Betäubungsmittel noch als neuer psychoaktiver Stoff reguliert

Was ist Kratom?

Kratom ist die Bezeichnung für die Blätter des Kratombaums (Mitragyna speciosa), der ursprünglich aus Südostasien stammt. Die Blätter werden traditionell unter anderem als Tee oder in gemahlener Form verwendet. Kratom enthält verschiedene Alkaloide, insbesondere Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin.

Ist Kratom in Deutschland legal?

Kratom ist in Deutschland weder im Betäubungsmittelgesetz noch im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz aufgeführt. Wie ein einzelnes Produkt rechtlich eingeordnet wird, hängt nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Verwendung und Produktform ab, etwa im Arzneimittel- oder Lebensmittelrecht.

Was untersucht die Forschung an Kratom?

Die Forschung zu Kratom beschäftigt sich vor allem mit Botanik, Alkaloidanalytik und der traditionellen Nutzung in Südostasien.

Mitragyna speciosa gehört zur Familie der Rötegewächse und ist in Thailand, Malaysia, Indonesien, Myanmar, auf den Philippinen und in Papua-Neuguinea heimisch. Eine ethnobotanische Studie aus Malaysia dokumentiert, dass das Kratomblatt in ländlichen Gemeinden dort seit Generationen fester Teil der Alltagskultur ist. Im Journal of Natural Products wurden 19 Alkaloide des Blattes nach heutigen analytischen Standards charakterisiert, darunter Mitragynin und vier erstmals beschriebene Verbindungen. Wie stark der Mitragyningehalt wild wachsender Bäume mit Licht, Luftfeuchte und Boden schwankt, zeigt eine Feldstudie aus Thailand in Frontiers in Plant Science.

Den Überblick zum Thema bietet die Kratom-Kategorie im Shop. Wer Kratom in Pelletform sucht, findet Viridian, Rubedo und Opaline zusätzlich in einer eigenen Übersicht.