Die richtige 1Fe-LSD Dosierung verständlich erklärt - MODERNmind | Psychedelics & Retreats für dein Wohlbefinden

Die richtige 1Fe-LSD Dosierung verständlich erklärt

Autor: Natascha

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Lesezeit 5 min

Die Dosierung legaler LSD-Analoga wie 1BP-LSD oder 1Fe-LSD wirft bei vielen Interessierten zunächst Fragen auf. Schließlich handelt es sich um ein LSD-Derivat, das sich chemisch vom klassischen LSD-25 unterscheidet. Doch genau diese Unterschiede spielen bei der mengenmäßigen Einordnung eine wichtige Rolle. Wer sich mit der Thematik näher beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie molare Masse und Wirkstärke im Vergleich zum Ursprungsmolekül. Doch was bedeutet das konkret für die rechnerische Betrachtung?


In diesem Beitrag schauen wir uns die chemischen Hintergründe etwas genauer an und erklären verständlich, warum sich die 1Fe-LSD Dosierung nicht eins zu eins mit LSD-25 vergleichen lässt und wie die Dosierung des neuartigen LSD-Derivats 1Fe-LSD angepasst werden kann.

Viel Spaß beim Lesen dieses Blogbeitrags!

Hinweis: 1Fe-LSD ist nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Alle beschriebenen Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Quellen oder subjektiven Erfahrungsberichten und sind nicht als Anleitung oder Empfehlung zu verstehen.

1Fe-LSD Dosierung
Chemische Strukturformel von LSD-25

Die angestrebte Wirkung bestimmt die Dosis

Um eine geeignete Dosis zu bestimmen, muss sich jeder psychonautisch Interessierte zunächst die Frage stellen, welche Absicht eigentlich hinter dem Gebrauch einer Substanz wie 1Fe-LSD steht.

Je nach Intention eignen sich Mikrodosierungen oder volle Dosen besser, um den gewünschten Effekt zu erzielen. 

Was ist LSD-Microdosing?

Unter Microdosing versteht man die regelmäßige Einnahme sehr geringer Mengen einer psychoaktiven Substanz: meist im Bereich von etwa einem Zehntel bis einem Zwanzigstel einer üblichen wirksamen Dosis. [1]

Ziel ist dabei nicht das bewusste Erleben eines „Trips“, sondern vielmehr eine subtile Veränderung von Stimmung, Fokus oder Kreativität im Alltag. 


Die Effekte werden in Erfahrungsberichten häufig als unterschwellig beschrieben: klareres Denken, gesteigerte Produktivität oder ein stabileres emotionales Gleichgewicht. 

Wissenschaftlich ist die Datenlage hierzu noch begrenzt, weshalb viele Erkenntnisse bislang auf Nutzerberichten beruhen. Erste Studien zeigen jedoch, dass positive Erwartungen dazu führen, dass Microdosing als nützlich erlebt wird. [2, 3]

Was ist LSD-Macrodosing?

Als Macrodosing, oft auch Fulldosing oder Highdosing genannt, wird die Einnahme einer voll wirksamen Dosis bezeichnet, die deutliche Veränderungen von Wahrnehmung, Denken und Bewusstseinszustand hervorrufen kann. 

Im Gegensatz zum Microdosing steht hier nicht die subtile Alltagsintegration im Vordergrund, sondern eine intensive, zeitlich klar begrenzte Erfahrung. 


Diese kann laut Erfahrungsberichten, je nach Substanz, Dosierung, Set und Setting, von verstärkter Sinneswahrnehmung über tiefgreifende emotionale Prozesse bis hin zu veränderten Selbst- und Realitätswahrnehmungen reichen. 

Eine bewusste Vorbereitung sowie eine anschließende Integration der Erfahrung gelten in der psychonautischen Praxis als besonders wichtig. [4]

1Fe-LSD Dosierung

Besonderheiten bei der Dosierung von LSD-Derivaten wie 1Fe-LSD

Durch die zusätzlichen funktionellen Gruppen in den Seitenketten unterscheidet sich die molare Masse der LSD-Derivate 1Fe-LSD und 1BP-LSD deutlich von der des klassischen LSD-25 (Lysergsäurediethylamid). Diese chemische Veränderung hat unmittelbaren Einfluss auf die Dosierung und sollte bei der Betrachtung entsprechender Mengenverhältnisse berücksichtigt werden.


Während LSD-25 eine molare Masse von 323,4 g/mol aufweist, liegt diese bei 1Fe-LSD bei 535,5 g/mol. 

Verantwortlich dafür ist unter anderem das angehängte Ferrocen in der Seitenkette, das das Molekül schwerer macht. 


Soll eine Wirkung erzielt werden, die einer 100-µg-Dosis des Halluzinogens LSD-25 entspricht, wären rechnerisch etwa 165 µg 1Fe-LSD erforderlich. Um eine vergleichbare Effektstärke zu erreichen, müsste ein Forschender also ungefähr die 1,65-fache Menge von 1Fe-LSD einsetzen.

1Fe-LSD Dosierung
Chemische Strukturformel von 1Fe-LSD 

Von Microdosing bis heroische Dosis: Was bedeuten die Begriffe?

Oberhalb einer Mikrodosis beginnt der Bereich deutlich wahrnehmbarer psychedelischer Effekte. Wie intensiv und in welcher Form diese erlebt werden, hängt von der jeweiligen Dosis ab. Auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen sowie umfangreicher Erfahrungswerte mit LSD lassen sich unterschiedliche Dosisbereiche definieren. Diese können, unter Berücksichtigung des Umrechnungsfaktors von etwa 1,65 in Bezug auf die Wirkstoffmenge, als orientierende Vergleichswerte für 1Fe-LSD herangezogen werden. [5] 

Erfahrungsstufe
LSD-25-Dosis
Erwartete Effekte
Microdose
5–20 µg
Unterschwellig, keine psychedelischen Effekte. Von Anwendern berichtete Effekte auf Stimmung und Kognition, wissenschaftlich umstritten.
Schwellenwert
20–30 µg
Leichte Euphorie, milde Veränderungen in der Wahrnehmung, gesteigerte Sinnesschärfe. Kaum visuelle Effekte. 
Leichte Dosis
30–75 µg
Deutliche Veränderungen in Stimmung und Wahrnehmung. Leichte visuelle Effekte (z.B. intensivere Farben, leichte Muster bei geschlossenen Augen). Gedankenfluss ist verändert, aber noch kontrollierbar.
Standard-Dosis
75–150 µg
Volle psychedelische Erfahrung. Starke visuelle Effekte, tiefgreifende Veränderungen im Denken, starke emotionale Reaktionen, mögliche Ego-Auflösung. Dies ist der typische Bereich für therapeutische und rekreative Zwecke.
Starke Dosis
150–250 µg
Sehr intensive und oft überwältigende Erfahrung. Starke visuelle und auditive Halluzinationen, vollständige Ego-Auflösung, mystische oder spirituelle Erfahrungen sind wahrscheinlich. Das Risiko für Angst und Verwirrung steigt deutlich an.
Heroische Dosis
250+ µg
Extrem tiefgreifende und unvorhersehbare Erfahrung. Vollständige Trennung von der gewohnten Realität. Nur für sehr erfahrene Personen in einem extrem sicheren und betreuten Umfeld empfohlen. Das Risiko für eine psychisch belastende Erfahrung ist sehr hoch.

Wichtig: Eine höhere Dosis sorgt nicht automatisch für eine „bessere“ oder wertvollere Erfahrung. Untersuchungen legen nahe [5], dass höhere Mengen von klassischem LSD-25 (etwa 200 µg im Vergleich zu 100 µg) zwar intensivere Erlebnisse und Phänomene wie eine Ego-Auflösung wahrscheinlicher machen können, gleichzeitig jedoch auch das Risiko für Angst oder unangenehme Gefühlszustände erhöhen. 


Die Entscheidung für einen bestimmten Dosisbereich sollte daher wohlüberlegt erfolgen und stets Faktoren wie persönliche Vorerfahrung, aktuelle Lebensumstände, den Rahmen des Konsums sowie Set und Setting berücksichtigen.

Dosierungsfehler vermeiden

Eine Gefahr, die bei jeder psychonautischen Forschung droht, sind Dosierungsfehler. Mit einer ungewollt hohen Dosis gehen nicht selten ungewollte Effekte oder sogar “Horrortrips” einher.


Vor allem bei Substanzen, die in kristalliner Form bzw. als Pulver vorliegen, ist die Gefahr einer fehlerhaften Dosierung besonders hoch, vor allem dann, wenn keine geeignete Feinwaage zur Verfügung steht.

LSD-Derivate wie 1Fe-LSD, 1P-LSD, 1BP-LSD oder 1cP-LSD werden in aller Regel als Pellets, Drops oder Blotter mit klar ausgewiesenen Dosierungen angeboten, was das Risiko fehlerhafter Dosiseinschätzungen bereits stark minimiert. 


Durch die Nutzung dieser zuverlässig vordosierten LSD-Produkte und achtsamen Umgang mit den Substanzen können ungewollte Überdosierungen und ein daraus folgender, unfreiwillig intensiver Rausch vergleichsweise zuverlässig verhindert werden. 

1Fe-LSD Dosierung

Fazit

Die richtige 1Fe-LSD Dosierung lässt sich besser verstehen, wenn man die chemischen Besonderheiten des Moleküls berücksichtigt. 

Wegen der veränderten molaren Masse unterscheidet sich die Dosierung von 1Fe-LSD deutlich von der üblichen LSD-25-Dosierung, weshalb identische Mikrogramm-Angaben nicht automatisch gleichbedeutend mit einer ähnlichen Wirkstärke sind. 


Wer sich mit Microdosing oder höheren Dosierungsbereichen beschäftigt, sollte diese rechnerischen Unterschiede stets im Hinterkopf behalten. 

Gleichzeitig zeigt sich, dass neben der reinen Stoffmenge auch Faktoren wie Erfahrung, Erwartungshaltung sowie Set und Setting eine entscheidende Rolle spielen. 


Eine informierte, reflektierte Auseinandersetzung mit der Substanz ist daher die wichtigste Grundlage für sichere Erfahrungen, unabhängig davon, in welchem Dosisbereich man sich bewegen möchte.

1Fe-LSD Dosierung

Quellen

  • [1] Seragnoli F., Pires Martins D., Thorens G. (2021). Microdosage de LSD : pratiques et risques. Rev Med Suisse. 2021 Jun 9; 17(742):1 108-1110. 

  • [2] Lea T., Amada N., Jungaberle H., Schecke H., Klein M. (2020). Microdosing psychedelics: Motivations, subjective effects and harm reduction. Int J Drug Policy. 2020 Jan;75:102600. doi: 10.1016/j.drugpo.2019.11.008.

  • [3] Kaertner, L. S., Steinborn, M. B., Kettner, H. et al. (2021) Positive expectations predict improved mental-health outcomes linked to psychedelic microdosing. Sci Rep 11, 1941 (2021). https://doi.org/10.1038/s41598-021-81446-7.

  • [4] Kaypak A.C., Raz A. (2022). Macrodosing to microdosing with psychedelics: Clinical, social, and cultural perspectives. Transcult Psychiatry. 2022 Oct;59(5):665-674. doi: 10.1177/13634615221119386.

  • [5] Holze F., Vizeli P., Ley L., Müller F. et al. (2021). Acute dose-dependent effects of lysergic acid diethylamide in a double-blind placebo-controlled study in healthy subjects. Neuropsychopharmacology. 2021 Feb;46(3):537-544. doi: 10.1038/s41386-020-00883-6.

Natascha

ist Philologin und Archäologin und fasziniert davon, wie psychedelische Substanzen seit Jahrhunderten die menschliche Kulturgeschichte beeinflussen. Später führte sie ihr Weg ins Psychologiestudium, wo ihre Neugier auf die therapeutischen Möglichkeiten von Psychedelika noch stärker wurde. Heute begeistert sie vor allem die Frage, welches Potenzial diese besonderen Moleküle für Therapien, Wachstum, Selbstentfaltung und die Entwicklung unserer Persönlichkeit bereithalten.